Neue Bänke auf unserem Schulhof

Ein Pro­jekt, das unser ehe­ma­li­ger WAT-Leh­rer, Herr Schus­ter, vor einem Jahr anreg­te, weil die alten Schul­hof­bän­ke maro­de waren, fand nun sei­nen Abschluss:

Unse­re neu­en Schul­hof­bän­ke wur­den von Azu­bis des 2. und 3. Lehr­jah­res an der FAWZ am 13. und 14.06.2022 mon­tiert und noch­mals gestri­chen. Fach­kun­di­ge Hil­fe erhiel­ten sie von Herrn Hoff­mann und Herrn Plö­ger, den Meis­tern im Holz­be­reich der FAWZ in Fürstenwalde.

Wir möch­ten uns bei allen Azu­bis und den bei­den Meis­tern recht herz­lich für die groß­ar­ti­ge Unter­stüt­zung bedanken.

Nun haben wir end­lich wie­der wun­der­ba­re Sitz­ge­le­gen­hei­ten rund um den Anbau der Schu­le Brie­sen, in dem unse­re Oberschüler*innen ihre Klas­sen­räu­me haben.

Die alten Bän­ke auf dem Schul­hof waren so morsch und maro­de, dass sie von unse­rem Haus­meis­ter abmon­tiert wer­den muss­ten, damit sich nie­mand ver­letzt. Die jet­zi­gen Zehnt­kläss­ler began­nen im ver­gan­ge­nen Schul­jahr damit, im Rah­men des WAT-Wahl­pflicht-Unter­richts Berech­nun­gen zur benö­tig­ten Holz­men­ge anzu­stel­len und maßen dazu die kom­plet­ten Mau­ern, auf denen die Bän­ke befes­tigt sind, aus. Holz wur­de bestellt, teils gestri­chen und auf einem klei­nen Teil der Mau­er wur­den wie­der Bän­ke montiert.

Dann dau­er­te es lei­der bis zum Früh­ling die­ses Jah­res, bis wie­der Leben in das Pro­jekt kam. Wir baten dazu um Unter­stüt­zung durch die Azu­bis der FAWZ und Herr Plö­ger sowie unser Ver­wal­tungs­lei­ter, Herr Trep­tow, nah­men die Arbeit auf, ver­ma­ßen noch­mals, ergänz­ten die Holz­be­stel­lung und lie­fer­ten wei­te­re Plan­ken für die Bän­ke an. Außer­dem kam Herr Plö­ger mit eini­gen Azu­bis, um Fasen an den Plan­ken zu frä­sen, damit die Ver­let­zungs­ge­fahr mini­miert wird.

Nun kamen die jet­zi­gen Siebt- und Achtklässler*innen ins Spiel: Sie stri­chen alle Bret­ter vor der Mon­ta­ge im WAT-Unter­richt in der Holz­werk­statt – unter Anlei­tung unse­res jet­zi­gen WAT-Leh­rers, Herrn Müller.

Es ist nicht das ers­te Mal, dass Azu­bis der FAWZ der Ober­schu­le Brie­sen unter die Arme grei­fen: Bereits unser Kräu­ter­hoch­beet, Blu­men­kü­bel und eine über­dach­te Sitz­ge­le­gen­heit wur­den gemein­sam mit unse­ren Schüler*innen und den Meis­tern der FAWZ gebaut. Dies ist aber schon so lan­ge her, dass wir für das nächs­te Schul­jahr die Erneue­rung des Kräu­ter­bee­tes durch Azu­bis und unse­re Schüler*innen in einem gemein­sa­men Pro­jekt zur Schul­hof­ge­stal­tung in Angriff neh­men wollen 😊.

Kath­rin Koch, Schulleiterin

Exkursion zur Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg (Havel)

Am 14. Juni fuhr unse­re 10. Klas­se mit ihrem Klas­sen- und Geschichts­leh­rer, Herrn Sahin, und mir nach Bran­den­burg (Havel). Dort besuch­ten wir die Gedenk­stät­te für die Opfer der Euthanasie-Morde.

Auf dem Gelän­de des ehe­ma­li­gen Alten Bran­den­bur­ger Zucht­hau­ses wur­de eine der sechs Tötungs­ein­rich­tun­gen der „Akti­on T4“ ein­ge­rich­tet. Von Janu­ar bis Okto­ber 1940 wur­den mit­ten in der Stadt Bran­den­burg über 9000 Men­schen ermor­det – vom zwei­jäh­ri­gen Klein­kind bis zum 88jährigen Greis.

Gemein­sam mit Herrn Marx, einem Mit­ar­bei­ter der Gedenk­stät­te, erkun­de­ten wir die Aus­stel­lung und in einer Grup­pen­ar­beit Doku­men­te zu den Mor­den an Kran­ken, Behin­der­ten und soge­nann­ten „Aso­zia­len“, zu Lebens­läu­fen der Opfer und den Beweg­grün­den der Täter, aber auch zu den Mög­lich­kei­ten, sich nicht an den Mor­den betei­li­gen zu müssen.

Wir waren sehr beein­druckt von den Schick­sa­len und fan­den es gut, dass wir uns unse­re „For­schungs­the­men“ selbst aus­su­chen und in unge­zwun­ge­ner Atmo­sphä­re bear­bei­ten durf­ten. Dafür geht unser gro­ßes Dan­ke­schön an Herrn Marx.

Kath­rin Koch, Schulleiterin

Unsere Zehnte unterstützte das Sportfest der Grundschule Briesen

Am Kin­der­tag unter­stütz­te unse­re 10. Klas­se tra­di­tio­nell das Sport­fest der Grund­schu­le Brie­sen. Die Zehntklässler*innen betreu­ten - wie man in der nach­fol­gen­den Foto­stre­cke unschwer erken­nen kann - mit gro­ßem Spaß und Empa­thie für die Lüt­ten ver­schie­de­ne Sta­tio­nen auf dem Brie­se­ner Sport­platz wie den 50-m-Lauf, Weit­wurf, Weit­sprung, Aus­dau­er­lauf, Feder­ball­ziel­wurf, Abwurf­ball, Tau­zie­hen und den Tun­nel und meis­ter­ten ihre Auf­ga­ben mit Bra­vour. Auch beim Auf- und Abbau der Sta­tio­nen hal­fen Zehntklässler*innen mit.

Die Zehn­te erhielt für ihre Unter­stüt­zung ein gro­ßes Lob von der Grund­schul­lei­tung und allen Grundschullehrer*innen, wor­auf nicht nur die Schüler*innen stolz waren.

Cihan Sahin, Klas­sen­leh­rer der Klas­se 10

Valentinstag an der Oberschule Briesen

Zum Valen­tins­tag ging es an unse­rer Schu­le sehr her­zig zu:

Nat­as­za brach­te uns im Vor­feld einen an pol­ni­schen Schu­len übli­chen Brauch nahe. Sie begeis­ter­te gemein­sam mit Cha­né vie­le Mitschüler*innen davon, zum Valen­tins­tag jeman­dem an unse­rer Schu­le, den man sehr mag, eine Freu­de zu machen: Auf unzäh­li­ge rote Papier­herz­chen wur­den von vie­len Schüler*innen und unse­rem Kol­le­gi­um Kom­pli­men­te, lie­be­vol­le oder wert­schät­zen­de klei­ne Bot­schaf­ten geschrie­ben. Die­se wur­den in einem schön gestal­te­ten Kar­ton-Brief­kas­ten gesam­melt und dann von bei­den Mäd­chen den ein­zel­nen Klas­sen oder Lehrer*innen zugeordnet. 

Am Valen­tins­tag über­brach­ten Nat­as­za und Cha­né in den Klas­sen­stun­den die Herz­bot­schaf­ten und damit gro­ße Freude.

Ich den­ke, dass sich die meis­ten einig sind – dies könn­te und soll­te auch an unse­rer Schu­le zur Tra­di­ti­on werden.

Kath­rin Koch, Schulleiterin

Laptopübergabe an unsere Zehntklässler*innen

Galerie

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Am 27.10.2021 erhielt unse­re Zehn­te als ers­te Klas­se ihre Lap­tops. Hier sind eini­ge Ein­drü­cke zu finden. 

Übergabe von Leih-Laptops an alle Schüler*innen unserer Schule

Bereits Anfang Okto­ber des ver­gan­ge­nen Jah­res wur­den sämt­li­che Lehr­kräf­te der Ober­schu­le Brie­sen von unse­rem Trä­ger, der FAWZ gGmbH, mit Dienst­lap­tops aus­ge­stat­tet. Die­se erleich­tern uns die Arbeit, vor allem die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit­ein­an­der, enorm. Das auf­ge­spiel­te Office­365-Pro­gramm bie­tet viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten dafür. So konn­te der Distanz­un­ter­richt, in den wir coro­nabe­dingt immer wie­der gehen muss­ten, wesent­lich bes­ser und vor allem daten­schutz­kon­form durch­ge­führt werden.

Nach den Herbst­fe­ri­en – Ende Okto­ber, Anfang Novem­ber 2021 - erhiel­ten nun auch alle unse­re Schüler*innen ihre Leih-Lap­tops. Die Lap­top-Über­ga­be wur­de von Frau Schmidt, Frau Fröh­lich und Herrn Hösch in Zusam­men­ar­beit mit der IT der FAWZ sehr gründ­lich vor­be­rei­tet, so dass die Über­ga­be der Lap­tops wie ein Uhr­werk lief. 

Stell­ver­tre­tend für alle Klas­sen zeich­ne­ten Nils und Ben für die 9. Klas­se den Ablauf der Lap­top-Über­ga­be auf:

Am 28.10.2021 wur­den den Neuntklässler*innen ihre Lap­tops übergeben. 

Nach der Begrü­ßung durch unse­re Klas­sen­leh­re­rin, Frau Wag­ler, und unse­re Infor­ma­tik­leh­re­rin, Frau Schmidt, wur­den uns Herr Krü­ger, Mit­ar­bei­ter der IT, und Herr Wohow­sky, Refe­rent für IT der FAWZ, vorgestellt.

Die­se belehr­ten uns zunächst. Dann gin­gen wir zum Lager und jeder bekam dort sein Gerät. Wie­der im Klas­sen­raum, zeig­te uns Herr Wohow­sky, wie wir die Lap­tops ord­nungs­ge­mäß aus­zu­pa­cken haben. Die Com­pu­ter waren in einem Kar­ton in Sty­ro­por eingepackt. 

Nach­dem jeder sein Gerät gestar­tet hat­te, muss­ten sich alle Schüler*innen mit ihrem Pass­wort anmel­den und schau­en, ob die bereits von der IT auf­ge­spiel­ten Pro­gram­me ein­wand­frei lau­fen. Zunächst ging nicht bei allen alles und diver­se Updates muss­ten her­un­ter­ge­la­den wer­den. Als dies erle­digt war, beka­men wir die ers­ten Auf­ga­ben. So muss­ten wir die Regeln, die es zur Com­pu­ter­nut­zung gibt, auf­schrei­ben und in einem Wor­d­do­ku­ment for­ma­tie­ren. Spä­ter durf­ten wir wei­ter in allen Pro­gram­men pro­bie­ren, ob sie funk­tio­nie­ren, und damit üben. Wir tes­te­ten auch gern und aus­gie­big den Stift, den es zu den Com­pu­tern dazu gab. Zum Schluss wur­de uns gezeigt, wo und wie die Com­pu­ter ver­staut wer­den. Zu die­sem Zweck erhielt jeder von uns eine Laptop-Tasche.

Am Abend des­sel­ben Tages gab es für unse­re Eltern eine Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung zur Ein­wei­sung. Hier ging es vor allem um recht­li­che Fra­gen, den sach­ge­mä­ßen Umgang mit den Lap­tops, vor allen aber dar­um, wel­che Leis­tun­gen die FAWZ für das monat­lich zu ent­rich­ten­de Nut­zungs­ent­gelt erbringt. Anschlie­ßend nah­men die Eltern die Lap­tops mit nach Hause.

Am nächs­ten Tag brach­ten wir die auf­ge­la­de­nen Lap­tops mit und konn­ten die­se im Unter­richt nutzen. 

Seit­dem nut­zen wir die Lap­tops in den meis­ten Fächern und Indi­vi­du­el­len Lern­zei­ten. Auch in unse­rer Web-AG benut­zen wir die Lap­tops, um Tex­te und Arti­kel für die Home­page zu schreiben. 

Vie­len Dank an mei­ne Kolleg*innen, die die Lap­top­über­ga­be vor­be­rei­tet und beglei­tet haben. Ein gro­ßes Dan­ke­schön auch an Herrn Krü­ger und Herrn Wohow­sky, die uns mit Engels­ge­duld und Sach­kennt­nis wei­ter­hin kon­ti­nu­ier­lich unterstützen.

Nils und Ben, Klas­se 9
Frau Koch, Schulleiterin

 

NaturKultur“ im Amt Odervorland - wir waren wieder dabei

Nach ein­jäh­ri­ger Pau­se öff­ne­ten Betrie­be und Ein­rich­tun­gen im Amt Oder­vor­land am 12. Sep­tem­ber wie­der ihre Türen zu „Natur­Kul­tur“. Unse­re Ober­schu­le Brie­sen war eben­falls mit von der Partie.

Im Vor­feld wur­den die Bee­te, Blu­men­käs­ten und unser schö­ner grü­ner Schul­hof im Rah­men des WAT-Unter­richts mit Unter­stüt­zung des Haus­meis­ters noch ein­mal rich­tig „auf­ge­hübscht“, also neu bepflanzt, Unkraut gejä­tet, Rasen gemäht, Laub geharkt, so dass unse­re Gäs­te einen guten Ein­druck in die schö­nen Gege­ben­hei­ten unse­rer Schu­le bekom­men. Wei­ter­le­sen

Politik „live” – Klasse 10 im Bundestag

Echt? Muss das sein?”
Am Anfang war nie­mand in der Zehn­ten sehr begeis­tert, dass wir einen unse­rer letz­ten Exkur­si­ons­ta­ge an der Ober­schu­le Brie­sen aus­ge­rech­net im Bun­des­tag ver­brin­gen soll­ten. Auch ein gan­zer(!) Pro­jekt­tag zur Vor­be­rei­tung erschien den meis­ten von uns völ­lig über­flüs­sig. Aber hier beka­men wir zumin­dest schon mal eine Idee davon, was für ein umfang­rei­ches Pro­gramm uns das Büro des für unser Schul­ge­biet zustän­di­gen Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Mar­tin Pat­z­elt, CDU, alles vor­be­rei­tet hat­te: Besuch einer Ple­nar­de­bat­te, Besich­ti­gung der Reichs­tags­kup­pel und der dor­ti­gen Aus­stel­lung, Gespräch mit Mar­tin Pat­z­elt per­sön­lich und ein Besuch im Abgeordnetenhaus.

Am 19. Dezem­ber 2019, zwei Tage vor den Weih­nachts­fe­ri­en, war es dann soweit. Mit unse­rer Klas­sen­lei­te­rin Frau Schmidt, unse­rem Geschichts­leh­rer Herrn Sahin und einer beglei­ten­den Mut­ter ging es los zum Bun­des­tag nach Berlin.

Nach einer ein­stün­di­gen Zug­fahrt kamen wir am Ber­li­ner Haupt­bahn­hof an. Von dort muss­ten wir nur noch zehn Minu­ten lau­fen. Vor dem Reichs­tags­ge­bäu­de hieß es dann: War­ten, war­ten und noch­mal war­ten. Denn um in den Bun­des­tag zu gelan­gen, muss­ten wir unzäh­li­ge Sicher­heits­kon­trol­len durch­lau­fen, jeder - egal ob Leh­rer oder Schü­ler - wur­de ein­zeln wie am Flug­ha­fen gecheckt. Sogar aus­wei­sen muss­ten wir uns! Dann end­lich: Mit dem Fahr­stuhl ging es in den ers­ten Stock zur Besu­cher­tri­bü­ne. Ein Saal­die­ner nahm unse­re Grup­pe in Emp­fang und wies uns ein: Kei­ne Han­dys, kei­ne lau­ten Gesprä­che, kein Auf­ste­hen - und kein Einschlafen…

Auf der Empo­re konn­ten wir 45 Minu­ten zuschau­en, wie die Abge­ord­ne­ten unten im Par­la­ment arbei­te­ten: Ins­ge­samt 9 Par­la­men­ta­rie­rin­nen und Par­la­men­ta­ri­er spra­chen zu einer Beschlus­s­in­itia­ti­ve zum The­ma inne­re Sicher­heit. Es war sehr über­ra­schend zu sehen, wie unter­schied­lich die Poli­ti­ker rede­ten: Mal abge­le­sen, mal frei, mal eher ermü­dend, mal mit­rei­ßend. Die meis­ten von uns waren des­halb völ­lig über­rascht, dass uns „unser” Saal­die­ner so „schnell” wie­der hin­aus­ge­lei­te­te. (Spä­ter haben wir im Bun­des­tag-TV über­prüft, ob wir auch zu sehen waren. Ja! Dank des gut erkenn­ba­ren blau­en Hemds von Herrn Sahin konn­ten wir unse­re Klas­se zwei­fels­frei identifizieren!)

Lei­der waren wir bei der nament­li­chen Abstim­mung über die Beschluss­vor­la­ge nicht mehr im Ple­num. Das mach­te aber nichts, da wir im Anschluss dar­an das Gespräch mit Herrn Pat­z­elt hat­ten: Die­ser muss­te uns nach einer kur­zen Begrü­ßung wie­der kurz ver­las­sen, weil er abstim­men gehen muss­te. So konn­te er uns das Ergeb­nis danach „brand­ak­tu­ell” mit­tei­len - und auch, dass Abge­ord­ne­te eine Geld­stra­fe zah­len müs­sen, wenn sie zu Abstim­mun­gen nicht erscheinen.

Herr Pat­z­elt hat­te fast eine Drei­vier­tel­stun­de Zeit für uns und beant­wor­te­te unse­re vie­len Fra­gen sehr enga­giert. Vor allem eines hat er dabei immer wie­der betont: „Denkt immer dar­an, dass das [der Bun­des­tag] unser Haus ist. Und alle hier, wir Abge­ord­ne­ten und auch die Regie­rung, sogar Frau Mer­kel, sind unse­re Ange­stell­ten! Unser Land leis­tet sich so ein wun­der­schö­nes Par­la­ment und die­se gan­zen präch­ti­gen Regie­rungs­bau­ten. Aber die sind nicht für die Poli­ti­ke­rin­nen und die Poli­ti­ker da - son­dern für uns alle! Auch für Euch!” Zum Abschluss kam sogar eine Bun­des­tags­fo­to­gra­fin vor­bei, um ein Erin­ne­rungs­fo­to für uns zu schießen.

Danach hat­ten wir die Mög­lich­keit, zur Glas­kup­pel des Reichs­tags­ge­bäu­des hin­auf­zu­stei­gen. Die Aus­sicht von ganz oben war ziem­lich beein­dru­ckend. Die futu­ris­ti­sche Spie­gel­kon­struk­ti­on, die die Kup­pel trägt, haben wir dann auch gleich für ein letz­tes Klas­sen­fo­to genutzt. (Dan­ke Angelina!)

Nach­dem alle den Aus­blick bewun­dert hat­ten, gin­gen wir - end­lich - in der Cafe­te­ria etwas essen. Eini­ge von uns hat­ten ganz schön Pech, weil sie zu wenig Pro­vi­ant mit­ge­nom­men hat­ten und es im Bun­des­tag außer einem Fein­schme­cker-Imbiss kei­nen Laden oder Ähn­li­ches gibt.

Die Besu­cher-Cafe­te­ria des Bun­des­tags liegt in einem der Abge­ord­ne­ten-Häu­ser. Das sind die Gebäu­de, in denen die Par­la­men­ta­rie­rin­nen und Par­la­men­ta­ri­er ihre Büros haben. Hier war es dann wie­der soweit: Secu­ri­ty-Check.…! Und dies­mal wur­den wir noch sorg­fäl­ti­ger durch­ge­prüft als im Reichs­tags­ge­bäu­de. Plötz­lich wur­de aus jeder Nagel­sche­re (ja, Pia) oder den Trink­fla­schen aus Glas ein „ernst­haf­tes Sicher­heits­ri­si­ko”… Alle die­se „Waf­fen” wur­den uns abge­nom­men und wir konn­ten sie erst nach dem Mit­tag­essen wie­der abholen.

Das Essen war zwar nichts Beson­de­res (ganz nor­ma­les Kan­ti­nen-Essen), aber die Cafe­te­ria lag genau über dem Spree-Ufer. Wäh­rend des Essens konn­ten wir also in Ruhe quat­schen und gleich­zei­tig das Abend­rot auf der Spree beob­ach­ten. Sehr schön!

Den Rück­weg zum Zug muss­ten wir uns dann ziem­lich beei­len, weil das Abho­len der abge­nom­me­nen Fla­schen und Sche­ren län­ger dau­er­te als erwar­tet. Aber wir haben den Zug noch gut erreicht – und vie­le von uns waren froh, end­lich etwas ver­schnau­fen zu können.

Frau Schmidt
Klas­sen­lei­te­rin 10 
Leo­nie M.
Klas­se 10

Und von diesem Zeitpunkt an wissen wir nichts mehr von ihr!“

Unsere Klasse 10 auf einer schwierigen Exkursion nach Fürstenwalde

Das ist ja krass!“ und „Habe ich so nicht gewusst“ – so oder ähn­lich ent­fährt es jeder Schü­le­rin oder jedem Schü­ler der 10. Klas­se der Ober­schu­le Brie­sen min­des­tens ein­mal an die­sem Schul­tag. Die Klas­se ist am 27. Novem­ber 2019 in Fürs­ten­wal­de unter­wegs, aber unter der Füh­rung von Chris­ti­an Köcke­ritz und Gui­do Stroh­feldt vom Muse­um Fürs­ten­wal­de und der Gesamt­pro­jekt­lei­tung von Gabi Moser, Jugend­so­zi­al­ar­bei­te­rin der Evan­ge­li­schen Jugend, ent­wi­ckelt sich der Besuch zu einem Blick in die Abgrün­de der Stadtgeschichte. 
Die eine Hälf­te der Klas­se besucht die Sama­ri­ter-Anstal­ten und blickt in ein dunk­les Kapi­tel ihrer Geschich­te: Wel­che Rol­le spiel­te die Ein­rich­tung wäh­rend der NS-Zeit? Mit­ten in den heu­te so modern wir­ken­den Räu­men geht es für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler zurück in eine Zeit, in der NS-Ärz­te zwi­schen „lebens­wer­tem“ und „nicht-lebens­wer­tem“ Leben unter­schie­den und die als min­der­wer­tig ange­se­he­nen Behin­der­ten wis­sent­lich dem Tod aus­lie­fer­ten. „Eutha­na­sie-Mor­de“ ist das Wort, das die Jugend­li­chen spä­ter in einer span­nen­den Grup­pen­ar­beit begrei­fen und anhand von bewe­gen­den Schick­sa­len nachzeichnen.
Wäh­rend­des­sen wan­dert die ande­re Hälf­te der Klas­se die Eisen­bahn­stra­ße ent­lang, aber nicht zum Shop­pen, son­dern mit dem Blick zum Boden: Gesucht wer­den die „Stol­per­stei­ne“, jene Denk­mä­ler für Fürs­ten­wal­der Bür­ger, die wäh­rend der NS-Zeit wegen ihres jüdi­schen Glau­bens schi­ka­niert, depor­tiert oder in den Tod getrie­ben wur­den. „Ich ken­ne die­se Stra­ße, aber das wuss­te ich nicht!“, sagt spä­ter ein ganz betrof­fe­ner Schü­ler. Vor allem die vie­len Infor­ma­tio­nen zu den Ein­zel­schick­sa­len, die hin­ter den schlich­ten Stei­nen ste­cken, machen die Jugend­li­chen betrof­fen. Die wohl­ha­ben­de jüdi­sche Geschäfts­frau, die - gezwun­ge­ner Maßen - ihre Ver­mö­gens­auf­lis­tung unter­schreibt und dann, nur ein paar Tage spä­ter, depor­tiert wird. Schick­sal: unbe­kannt. Oder die jüdi­sche Senio­rin, die nach einem harm­lo­sen Sturz kei­ne medi­zi­ni­sche Hil­fe bekommt: Eine Ver­wal­tungs­vor­schrift der Nazis legt das 1938 fest. Fol­ge: Tod, ihr Ehe­mann wird kurz dar­auf deportiert.
Es sind die Ein­zel­schick­sa­le, die die Schü­ler berüh­ren. Plötz­lich ver­wan­delt sich die „gro­ße“ Geschich­te, wie sie im Unter­richt erscheint oder in Büchern steht, in vie­le klei­ne Geschich­ten von ganz nor­ma­len Men­schen. Und plötz­lich geht es auch nicht mehr um Reichs­tag, Füh­rer­haupt­quar­tier oder Ausch­witz, son­dern um Orte mit­ten in Fürs­ten­wal­de. „Das ist ja krass!“

Frau Schmidt
Klas­sen­lei­te­rin der Klas­se 10

PS: Am 3. Dezem­ber 2019 neh­men eini­ge Zehnt­kläss­ler mit ihrem Geschichts­leh­rer, Herrn Sahin, an der Ver­le­gung neu­er Stol­per­stei­ne in Fürs­ten­wal­de teil

Countdown zum 10. Schulgeburtstag

Die Woche nach den Herbst­fe­ri­en stand ganz im Zei­chen der Vor­be­rei­tung für unser Schul­ju­bi­lä­um am 25. Okto­ber 2019:

Neben dem Unter­richt fan­den Pro­jekt­ta­ge statt, an denen mit Frau Fröh­lich Tisch­de­ko­ra­ti­on gebas­telt, Räu­me geschmückt und Pla­ka­te gestal­tet wur­den, mit Herrn Schus­ter Plätz­chen geba­cken und Snacks vor­be­rei­tet wur­den, unter der Auf­sicht von Herrn Bey­er die Außen­an­la­gen in Ord­nung gebracht wur­den. Auch das Pro­gramm wur­de von den Sän­ge­rin­nen, Tän­ze­rin­nen und Mode­ra­to­ren inten­siv geprobt, unter­stützt von den ent­spre­chen­den „Tech­ni­kern“ sowie Frau Wag­ler, Frau Micheel und Herrn Sahin. Die Kunst-AG von Frau Beeck gestal­te­te drei Lein­wän­de, auf denen unse­re Gäs­te ihre Unter­schrif­ten, Wün­sche oder Anek­do­ten schrei­ben soll­ten. Die AG „Schul­web­sei­te“ häng­te im obe­ren und unte­ren Flur den „roten Faden“ auf, der mit Fotos und Arti­keln über unser Schul­le­ben seit 2016 informierte.

Ein High­light unse­rer Vor­be­rei­tun­gen war der Dreh eines Jubi­lä­ums­trick­films unter der Regie von Frau Schmidt. Die Haupt­rol­le hat­te Fawi, unser Mas­kott­chen, der es schaff­te, alle Klas­sen und eine gan­ze Rei­he Leh­rer agie­ren zu las­sen. Das mach­te – neben viiiiiel Arbeit – allen Betei­lig­ten rie­si­gen Spaß!

Zum Schluss waren wir sehr gespannt, ob wir alles bedacht hat­ten und unse­re Gäs­te – ehe­ma­li­ge Schü­ler und Leh­rer, unse­re Eltern und wich­ti­ge Weg­be­glei­ter - sich wohl­füh­len würden.

Juli­an, Felix, Linus 
Klas­se 7

sowie Frau Koch 
Schulleiterin