Exkursion der Siebtklässler in den Heimattiergarten

Gleich in der ers­ten Schul­wo­che nach den Som­mer­fe­ri­en besuch­te die 7. Klas­se am 23. August 2018 den Hei­mat­tier­gar­ten in Fürs­ten­wal­de.

Dort erwar­te­te uns Frau Dre­witz und gab uns inter­es­san­te Infor­ma­tio­nen über Tie­re, vor allem die Eulen und Uhus, aber auch Ponys, Zie­gen, Esel, Enten, Otter usw. Nach einer klei­nen Füh­rung gin­gen wir in die Zoo­schu­le und lern­ten dort, wie es ist, ein Tier­pfle­ger zu sein. Wir durf­ten sehr vie­le Fra­gen zur Arbeit von Frau Dre­witz und den ver­schie­dens­ten Tie­ren stel­len. Des­halb hat es uns dort am meis­ten gefal­len.

Ein gro­ßes Dan­ke­schön an Herrn Bey­er, dass er das alles orga­ni­siert hat und auch ein Dan­ke­schön an Frau Dre­witz für die Füh­rung durch den Hei­mat­tier­gar­ten.

Gali­na & Jason, Klas­se 7

ABCDa­ri­um zum Hei­mat­tier­gar­ten

Ausflug
Berufs­ori­en­tie­rung
Coole Tie­re
Danke an Herrn Bey­er
Eulen, Esel und noch mehr
Frau Dre­witz, Fürs­ten­wal­de
Ganz viel gehen
Heimat­tier­gar­ten
INISEK 1
J
Klas­se 7
Lernen vor Ort
Mit viel Spaß
Neue FAW-T-Shirts
Otter­fa­mi­lie
Ponys strei­cheln
Quat­schen war nur lei­se erlaubt
Ruck­sä­cke, Raub­vö­gel
S Schie­nen­er­satz­ver­kehr und sonni­ges Wet­ter
Tier­pfle­ger als Beruf vor­ge­stellt
Uhus
Viele Fra­gen
WAT mal unter­wegs
X
Y
Zooschu­le

Zeitensprünge“-Projektfahrt

Am 25. April 2016 ging es gemein­sam mit den pol­ni­schen Jugend­li­chen, Herrn Dr. Mangei, Frau Koch, Frau Klonow­s­ka (Kasia) und Frau Szcz­typ­ka (Mal­wi­na) als Dol­met­sche­rin­nen und der enga­gier­ten pol­ni­schen Leh­re­rin Frau Ania Zoled­ziew­s­ka für drei Tage auf den Land­hof Lie­pe in der Nähe des Schiffs­he­be­wer­kes Nie­der­fi­now.

Unse­re Unter­brin­gung und Ver­pfle­gung beschrei­ben Moni, Xenia und Lisa-Marie so:

Obwohl das Essen manch­mal nicht so unser Fall war, war die Unter­kunft  der Ham­mer, es sah aus wie in einem Hotel.“

In Lie­pe woll­ten wir gemein­sam an unse­rem The­ma „Flucht und Ver­trei­bung 1945 und Flucht aus der DDR 1989“ arbei­ten und uns dazu natür­lich erst ein­mal ken­nen­ler­nen.

So orga­ni­sier­ten Kasia und Mal­wi­na zuerst eine Ken­nen­lern­run­de, in der wir uns auf deutsch und pol­nisch vor­stell­ten. Da ging es ganz schön hoch her. Aber selbst der letz­te Sprach- und Spiel­muf­fel wur­de vom Spaß ange­steckt, und so wuss­ten wir nach andert­halb Stun­den nicht nur, wer unse­re pol­ni­schen Part­ner sind, son­dern auch, wie wir uns selbst in der Spra­che des Nach­bar­lan­des vor­stel­len kön­nen. - Auch die abend­li­chen Inte­gra­ti­ons­spie­le und Sprach­ani­ma­tio­nen mach­ten viel Spaß und wur­den gut ange­nom­men. Die Freu­de am Auf­ein­an­der­zu­ge­hen und Sich­ver­stän­di­gen­wol­len wur­de unter ande­rem dadurch deut­lich, dass  eini­ge pol­ni­sche und deut­sche Jugend­li­che mit den aus­ge­teil­ten Büch­lein vom DPJW und per Han­dy-Trans­la­tor-App bis spät­abends zusam­men­sa­ßen.

Nach dem Mit­tag­essen am 25.4.  stell­ten die pol­ni­schen Pro­jekt­teil­neh­mer und wir unse­re jewei­li­gen Arbeits­schwer­punk­te und bis­he­ri­gen Arbeits­er­geb­nis­se vor.

So wuss­ten alle Pro­jekt­teil­neh­mer, womit sich die ande­ren Grup­pen jeweils beschäf­ti­gen und beka­men eine Über­sicht. Auch wur­de klar, war­um sich die­ses The­ma „Flucht und Ver­trei­bung“ gut für ein deutsch-pol­ni­sches Begeg­nungs­pro­jekt eig­net: Die aus Ost­po­len ver­trie­be­nen Polen wur­den nach dem Zwei­ten Welt­krieg in den leer­ge­räum­ten ehe­ma­li­gen deut­schen Ost­ge­bie­ten ange­sie­delt. Mehr noch als unse­re deut­schen Jugend­li­chen sind fast alle pol­ni­schen Fami­li­en­ge­schich­ten mit Ver­trei­bung 1945 ver­knüpft. Dass Deut­sche und Polen das glei­che Schick­sal erlit­ten, ist im Bewusst­sein noch nicht tief ver­an­kert. Dies soll sich durch das Pro­jekt ändern.

Die Dol­met­scher sorg­ten dafür, dass alle alles ver­ste­hen konn­ten. Die Jugend­li­chen übten sich so auch in gegen­sei­ti­ger Rück­sicht­nah­me und Kon­zen­tra­ti­on.

An allen drei Tagen in Lie­pe wur­den grup­pen­in­tern in ins­ge­samt 10 Zeit­stun­den die Stu­di­en vor­an­ge­trie­ben und im Anschluss das Erreich­te kurz den ande­ren Grup­pen vor­ge­stellt.

Bericht der Grup­pe Flucht und Ver­trei­bung 1945 (deutsch)

Unse­re Grup­pe ver­schrift­lich­te das kom­plet­te Inter­view mit Herrn von Alvens­le­ben. Dies fan­den wir sehr anstren­gend und zeit­auf­wän­dig, da alles erst ein­mal wort­wört­lich auf­ge­schrie­ben wer­den soll­te. Den­noch streng­ten wir uns sehr an und arbei­te­ten kon­zen­triert.

Am 26.4. besuch­te uns ein Zeit­zeu­ge aus Ber­lin. Den Kon­takt hat­te Kasia her­ge­stellt, die seit eini­ger Zeit die Grup­pe ehe­ma­li­ger deut­scher Lud­wigs­ru­her Ein­woh­ner auf ihren Tref­fen in Lub­is­zyn betreut. Herr Fröh­lich stell­te sich unse­ren Fra­gen von 10:00 bis 12:15 Uhr. Schön war, dass vier pol­ni­sche Schü­ler am Zeit­zeu­gen­ge­spräch teil­nah­men.  Mal­wi­na „flüs­ter­dol­metsch­te“ und sorg­te für Ver­ständ­nis auch auf pol­ni­scher Sei­te. Beson­ders beein­dru­ckend war, als sich ein Jun­ge, der jetzt in Lub­is­zyn wohnt, gemein­sam mit Herrn Fröh­lich fach­sim­pelnd über alte Mess­tisch­blät­ter und  Fotos beug­te und aus­tau­schen konn­te, was heu­te wo ist und wie es frü­her war. Bei Alt und Jung leuch­te­ten die Augen und das Inter­es­se war groß. Hier wur­de noch ein­mal die Idee bekräf­tigt, dass wir im Sep­tem­ber nach L. fah­ren wol­len – und uns dort mit den Senio­ren und pol­ni­schen Schü­lern tref­fen und aus­tau­schen wol­len – ein Brü­cken­schlag über die Gren­zen und Zei­ten hinweg.“(Kathrin Koch, Man­dy, Chan­tal)

Bericht der Grup­pe Ver­trei­bung 1945 (pol­nisch)

Die Schü­ler mach­ten sich am Mon­tag nach den Vor­trä­gen an die Arbeit. Sie arbei­te­ten auch nach dem Abend­brot und danach tra­fen sie sich in einem Saal, wo jede der Grup­pen ihre Arbeit am ers­ten Tag zusam­men­fass­te.

Am Diens­tag nah­men die Jun­gen aus unse­ren Schu­len und eine der deut­schen Grup­pen an einem Inter­view mit dem Zeit­zeu­gen, dem Herrn, der in Lub­is­zyn gebo­ren wur­de und als Kind zusam­men mit sei­nen Eltern nach Deutsch­land umge­sie­delt wur­de. Die sons­ti­gen Schü­ler arbei­te­ten in ihren Grup­pen und ver­such­ten Urkun­den abzu­le­sen, hör­ten Inter­views ab, schrie­ben den Ver­lauf der Geschich­ten ihrer Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen nie­der.

Nach der Rück­kehr hat­ten die Schü­ler eine Stun­de, um sich zu erho­len, und dann setz­ten sie ihre Grup­pen­ar­beit fort.

Am Mitt­woch nach dem Früh­stück tra­fen sich die Grup­pen, um die Arbeit an ihren Auf­ga­ben zu been­den. Die pol­ni­sche Grup­pe berei­te­te vier Reden vor: Klau­dia mit Wik­to­ria und Mar­ce­li­na prä­sen­tie­ren die Geschich­te der „Tan­te” von Karo­li­na – einer Ein­woh­ne­rin von Lub­is­zyn, Mary­na und Kor­ne­lia prä­sen­tier­ten die Geschich­te der Fami­lie von Mar­ty­na – ihrem Groß­va­ter und Urgroß­va­ter, die ein­mal auf frü­he­ren pol­ni­schen Ost­ge­bie­ten wohn­ten, wäh­rend Zuzia, Wik­to­ria und Wero­ni­ka zwei Geschich­ten prä­sen­tier­ten: die ers­te betraf die Oma der Zwil­lings­schwes­tern und den Opa von Zuzan­na. Die Jun­gen berei­te­ten wäh­rend­des­sen all­ge­mei­ne Mate­ria­li­en vor, die ein­zel­ne Geschich­ten erklär­ten. Nach dem Mit­tag­essen fand ein zusam­men­fas­sen­des Tref­fen statt.“ (Ania  Zoled­ziew­s­ka)

Bericht der Grup­pe Flucht aus der DDR ‘89

Zum The­ma Flucht aus der DDR ’89 konn­ten wir bis­her noch kei­ne Zeit­zeu­gen fin­den, die wir hät­ten inter­view­en kön­nen. Des­halb beschäf­tig­ten wir uns an den Pro­jekt­ta­gen in Lie­pe u.a. mit Schrift­quel­len und Film­do­ku­men­ta­tio­nen; außer­dem wer­te­ten wir die Dar­stel­lung eines Spiel­films (Good Bye, Lenin!) aus.

Am ers­ten Tag beschäf­tig­ten wir uns all­ge­mein mit dem The­ma Flucht und ver­such­ten uns an all die Din­ge zu erin­nern, die wir schon frü­her von Zeit­zeu­gen über die DDR gehört hat­ten. Dabei fiel auf, dass man­che die DDR als völ­lig posi­tiv beschrie­ben haben („Als die Mau­er noch stand, war alles bes­ser!“), wäh­rend ande­re die Situa­ti­on in der DDR als ganz uner­träg­lich emp­fan­den.  Die­se „Schwarz-Weiß-Urtei­le“ waren auf­fäl­lig und führ­ten uns zur Beschäf­ti­gung mit opti­schen Täu­schun­gen (Kipp-Bil­dern), die ver­gleich­ba­re Ent­we­der-oder-Urtei­le ver­an­schau­li­chen.

In der zwei­ten Stu­di­en­run­de betrach­te­ten wir das Hin­der­nis genau­er, das DDR-Flücht­lin­ge zu über­win­den hat­ten, wenn sie aus dem Land flie­hen woll­ten: Wir zeich­ne­ten die inner­deut­sche Gren­ze und die Ber­li­ner Mau­er auf Land­kar­ten ein und mach­ten uns dar­über hin­aus klar, wel­che Nach­bar­län­der der DDR bis 1989 eben­falls hin­ter dem „Eiser­nen Vor­hang“ lagen. Schließ­lich ver­schaff­ten wir uns auch Klar­heit über den Auf­bau der Gren­ze und Mau­er mit den töd­li­chen Schieß­an­la­gen und Minen­fel­dern.

Am Diens­tag ana­ly­sier­ten wir den Film „Good Bye, Lenin!“ Dar­in wird u.a. das Leid einer Fami­lie dar­ge­stellt, die – nach der Flucht des Vaters – durch die Mau­er getrennt ist. Wir fan­den den Film auch des­halb inter­es­sant, weil er vor allem im Jahr ’89 spielt und Ein­bli­cke in die Zeit unse­res Pro­jekt­the­mas gibt. Bei unse­ren Über­le­gun­gen zum Film wur­de deut­lich, dass der Film ver­schie­de­ne bedrü­cken­de und nega­ti­ve Sei­ten der DDR-Zeit zeigt: z. B. die Unter­drü­ckung des Vaters, der nicht für die SED arbei­ten woll­te (und des­halb aus dem Land floh), oder die bru­ta­le Gewalt gegen Demons­tran­ten, die fried­lich für Pres­se­frei­heit ein­tra­ten etc. Ver­ständ­lich wur­de gleich­zei­tig auch, dass sich vie­le Men­schen aus Angst mit den DDR-Ver­hält­nis­sen arran­gier­ten oder dass sie im Klei­nen dar­auf hin­ar­bei­te­ten, inner­halb des Lan­des etwas zu ver­än­dern und zu ver­bes­sern. – In der Arbeits­run­de am Nach­mit­tag beschäf­tig­ten wir uns mit ver­schie­de­nen spek­ta­ku­lä­ren Flucht­ver­su­chen, die ein­zel­ne Per­so­nen, Paa­re und Fami­li­en noch vor ’89 unter­nah­men.

In unse­rer letz­ten Stu­di­en­ein­heit, am Mitt­woch, teil­ten wir uns in fünf klei­ne­re Grup­pen und unter­such­ten ver­schie­de­nen Schrift­quel­len und Inter­views zur Situa­ti­on und Stim­mung ’89. Damals begehr­ten vie­le Bür­ger der DDR mit fried­li­chen Pro­tes­ten gegen die Situa­ti­on im Land auf und for­der­ten Ver­än­de­run­gen. Wir woll­ten wis­sen, was die­se Men­schen damals über die Situa­ti­on im Land dach­ten, was sie unzu­frie­den mach­te usw. Genannt wur­de u.a. die stän­di­ge Angst vor der Sta­si, Angst vor Unter­drü­ckung, das Gefühl der Unfrei­heit und die nur man­gel­haft funk­tio­nie­ren­de Wirt­schaft.

            Aus einem Doku­men­tar­film zogen wir schließ­lich Infor­ma­tio­nen über die außen­po­li­ti­schen Ver­än­de­run­gen, beson­ders über die Grenz­öff­nung in Ungarn, die dann zum Aus­gangs­punkt für die mas­sen­haf­te Flucht von DDR-Bür­gern wur­de.

Mit die­sen Stu­di­en­ein­hei­ten haben wir uns Hin­ter­grund­wis­sen zum The­ma Flucht aus der DDR ‘89 erar­bei­tet. Als nächs­tes plant unse­re Arbeits­grup­pe Zeit­zeu­gen-Inter­views. Dazu wol­len wir nach Cott­bus und Ber­lin fah­ren und uns mit Leu­ten tref­fen, die 1989 aus der DDR geflüch­tet sind.“  (Dr. Bern­hard Mangei)

Lukas ergänzt dazu:

Alles in allem haben wir fest­ge­stellt, dass Flucht grau­sam sein kann und manch­mal auch in den Tod führ­te,  z.B. bei der Flucht über die Mau­er. Flucht bringt viel Leid mit sich und vie­le Flücht­lin­ge fal­len in Armut.“

Die gemein­sa­me Wan­de­rung zum und die Fahrt durch das nahe gele­ge­ne Schiffs­he­be­werk Nie­der­fi­now am 2. Tag der Pro­jekt­fahrt beschrei­ben Maik und Pas­cal so:
Nach­dem wir uns wet­ter­fest ange­zo­gen hat­ten, gin­gen wir im Unwet­ter mit den pol­ni­schen Schü­lern zum Schiffs­he­be­werk. Dort bega­ben wir uns auf ein klei­nes Schiff und fuh­ren los. Es dau­er­te ein biss­chen, bis wir uns neben einem Schub­schiff im Trog des Hebe­wer­kes rich­tig posi­tio­niert hat­ten. Wäh­rend­des­sen erkun­de­ten wir das Schiff und gin­gen auch an Deck, um den Vor­gang bes­ser beob­ach­ten zu kön­nen. Mit einer Art Fahr­stuhl fuh­ren wir dann 36 m nach oben und genos­sen die schö­ne Aus­sicht – über die Baum­wip­fel hin­weg weit ins Land. Oben ange­kom­men, fuh­ren wir noch ein Stück des Oder-Havel-Kanals ent­lang. Nach kur­zer Zeit dreh­ten wir aber wie­der um und fuh­ren mit dem „Fahr­stuhl“ wie­der hin­ab. Uns hat die Fahrt gut gefal­len, weil uns die Fak­ten über das Hebe­werk inter­es­siert haben.“

Die drei Tage haben uns ein gan­zes Stück wei­ter­ge­bracht bei der Erfor­schung unse­res Zei­ten­sprün­ge­the­mas. Wir bedan­ken uns des­halb ganz herz­lich bei allen Orga­ni­sa­to­ren, allen vor­an Katar­zy­na Klonow­s­ka, und bei unse­rem Zeit­zeu­gen, Herrn Fröh­lich.

Unser beson­de­rer Dank gilt der Mey­er-Struck­mann-Sti­fung.

Kath­rin Koch mit Bei­trä­gen von Herrn Dr. Mangei, Frau Zoled­ziew­s­ka und eini­gen Neunt­kläss­lern der Ober­schu­le Brie­sen

Unsere deutsch-polnische Begegung in Beeskow

Am 27.05.2015 hol­ten uns, die Siebt­kläss­ler der Ober­schu­le, die pol­ni­schen „Part­ner­schü­ler“ in Brie­sen zu unse­rer gemein­sa­men Fahrt nach Bees­kow ab. Da die pol­ni­schen Kin­der schon zwei Stun­den aus Sciechow hier­her unter­wegs waren, emp­fin­gen wir sie mit einem lecke­ren Früh­stück in unse­rem Klas­sen­raum, zu dem jeder von uns etwas bei­gesteu­ert hat­te, zum Bei­spiel selbst­ge­mach­ten Kräu­er­quark oder Eier­sa­lat, Gum­mi­bär­chen­ku­chen, Hacke­pe­ter, Wurst, Milch, Mar­me­la­de und fri­sches Baguette. Nach der Stär­kung schnapp­ten wir uns unser Gepäck, ver­stau­ten es im Bus und los ging es nach Bees­kow. Beglei­tet wur­den wir von Asia, Aga und Kasia aus Polen sowie unse­rem Klas­sen­leh­rer, Herrn Kochan.

Nach der Ein­wei­sung im AWO-Erleb­nis­hof und dem – nicht sehr lecke­ren - Mit­tag­essen bezo­gen wir unse­re Zim­mer im „Haus Schnu­te“ und erkun­de­ten den Erleb­nis­hof.

Nach­mit­tags gin­gen wir zum Bow­len. Das war super und hat allen Spaß gemacht. Herr Kochan und Aga spen­dier­ten uns Cola oder ein ande­res Getränk. Hier und da gab es auch Wett­be­wer­be.  

Abends wur­de für uns im Pavil­lon gegrillt – sehr lecker! Danach spiel­ten wir mit den pol­ni­schen Schü­lern Fuß­ball – und ver­lo­ren haus­hoch. Das war ganz schön bit­ter. Aber Tisch­ki­cker und auf dem Spiel­platz zu spie­len war sehr schön.

Nach dem Früh­stück am nächs­ten Mor­gen berei­te­ten wir uns Lunch­pa­ke­te zu. Danach lie­fen wir zu Maik Ditt­rich in den Spree­park. Dort brach­ten wir die Boo­te, mit denen wir fah­ren woll­ten, an die Spree und bespra­chen die Regeln für das Pad­deln. Nach der Regel­be­spre­chung sta­chen wir in See und pad­del­ten auf der Spree gegen den Wind und die Strö­mung. Nach 3,5 Kilo­me­ter mach­ten wir unse­re ers­te uns ein­zi­ge Pau­se. In die­ser aßen wir alle gemüt­lich etwas und „chill­ten“. Dann fuh­ren wir die Rou­te wie­der zurück, an unse­rer Anle­ge­stel­le vor­bei, durch die Schleu­se und noch ein Stück­chen wei­ter. Danach pad­del­ten wir zur Anle­ge­stel­le zurück. Dort mach­ten wir unse­re Boo­te sau­ber, brach­ten sie wie­der hoch und gaben unse­re Aus­rüs­tung ab. Dann lie­fen wir wie­der zum Erleb­nis­hof. Man­che gin­gen gleich nach dem Abend­brot ins Bett und schlie­fen trotz der Bam­bu­le tief und fest.

Fast alle hat­ten einen Son­nen­brand. Den meis­ten hat der Pad­del­aus­flug trotz der Anstren­gung und des Son­nen­bran­des aber viel Spaß gemacht.

Am 3. Tag gab es zum Früh­stück ein Buf­fet mit Bröt­chen, Wurst und Käse.

Nach dem Früh­stück wur­den wir in zwei Grup­pen auf­ge­teilt: Die ers­te Grup­pe fuhr zum alten Feu­er­wehr­turm, die zwei­te Grup­pe ging zur Hun­de­schu­le. Nach dem Mit­tag – es gab Nudelauf­läu­fe - wur­de gewech­selt.

Zum Klet­tern radel­ten wir etwa 3 km zum alten Schlauch­turm der Bees­kower Feu­er­wehr. Dort zeig­te uns Mike, wie die Klet­ter­gur­te ange­legt wer­den und wie man die ande­ren und sich selbst sichert.

Nach­dem alles fer­tig war, durf­ten wir klet­tern. Aus unse­rer Grup­pe hat fast immer Eric gesi­chert. Fast jeder, der klet­ter­te, hat­te irgend­wann Krämp­fe, die das Wei­ter­klet­tern erschwer­ten. Jarek schaff­te es in unse­rer Grup­pe bis ganz nach oben, Jana war „Spit­zen­rei­te­rin“ in der ande­ren Grup­pe. Zur Beloh­nung durf­ten wir abschlie­ßend aufs Dach des Feu­er­wehr­turms klet­tern.

Oben ange­kom­men, konn­te man ganz Bees­kow und sogar die Schleu­se vom Vor­tag sehen.

In der „Hun­de­schu­le“ stell­te uns Frau Schön­berg ihre Hun­de Mini­mi und Fen­ja vor. Sie erklär­te uns, dass ihre Hun­de aus pol­ni­schen Tier­hei­men kom­men. Dann zeig­te sie uns eini­ge Tricks. Dabei soll­ten wir genau auf ihre Hän­de schau­en. Anschlie­ßend durf­ten wir es sel­ber mal mit den Hun­den aus­pro­bie­ren, wie zum Bei­spiel Sitz!, Platz!, Rol­le!, Dre­hen!, Ein­par­ken!, Schla­fen! Als alle ein­mal dran gewe­sen waren, ver­ab­schie­de­ten wir uns und gin­gen auf den Spiel­platz spie­len.

Zum Abschluss tra­fen wir uns vor unse­rem Haus im Pavil­lon zum Kaf­fee­trin­ken.

Die Heim­fahrt war sehr lus­tig und ent­spannt.

Die drei Tage in Bees­kow waren sehr schön und wir lern­ten die pol­ni­schen Kin­der wie­der ein Stück­chen bes­ser ken­nen. Wir haben uns aber auch alle wie­der auf unser Zuhau­se gefreut.

Die Klas­se 7 der Ober­schu­le Brie­sen

Dritte deutsch-polnische Schülerbegegnung, diesmal in Küstrin

19.06.2015 +++ Klas­se 7 der Ober­schu­le Brie­sen und 11 pol­ni­sche Schü­ler aus Sciechow tref­fen sich mit­tags nach Ankunft der Bus­se in der Alt­stadt Küs­trin +++ his­to­ri­scher Rund­gang folgt +++ Fes­tungs­be­sich­ti­gung mit „Knopf im Ohr“ +++ Julia (unse­re Stadt­füh­re­rin) war „very good“ +++ erzählt uns von kom­plet­ter Zer­stö­rung Küs­trins durch Bom­ben im 2. WK +++ über­all noch mensch­li­che Überreste/Munition im Boden +++ noch Rie­sen­mau­er aus Zie­geln mit ehe­mals 6 Bas­tio­nen zu sehen +++ in kleins­ter Bas­ti­on „Phil­ipp“ Muse­um in gro­ßen Kase­mat­ten +++ Waf­fen aller Art/Überreste von Haus­halts­ge­gen­stän­den aus­ge­stellt +++ Fotos von einst und heu­te vom sel­ben Stand­punkt auf­ge­nom­men +++ erschre­ckend und berüh­rend, wie vie­le Men­schen dort leb­ten, wo heu­te nur Trüm­mer sind +++ Julia erzählt auch Geschich­te von Fried­rich dem Gro­ßen und Kat­tes Hin­rich­tung +++ in McDo­nalds geschlemmt +++ mit Bus zum Natur­park „Wart­he­mün­dung“ gefah­ren +++ Vogel­kund­ler Michal erklärt, wie man Vögel erken­nen kann und wor­in sei­ne Arbeit als Orni­tho­lo­ge besteht +++ Schwarz­storch, Adler, Möwen, Schwal­ben… beob­ach­tet +++ schö­ner Tag, aber Regen funkt bestän­dig dazwi­schen +++ abends müde und vol­ler neu­er Ein­drü­cke heim +++ nächs­ter gemein­sa­mer Aus­flug führt in die Groß­stadt: Ber­lin­be­such am 18.September 2015 geplant +++ Dan­ke­schön ans Amt Oder­vor­land und die Mey­er-Struck­mann-Stif­tung für die Ermög­li­chung unse­rer Begeg­nun­gen

Tele­gramm“ der Klas­se 7

 

Drucken wie Gutenberg

Wir, die Klas­se 7 der Ober­schu­le Brie­sen, sind am 24.2.2015 mit Herrn Kochan und Frau Koch nach Ber­lin zum Tech­nik­mu­se­um gefah­ren. Wir woll­ten so dru­cken, wie es Guten­berg erfun­den hat.

Nach­dem wir im Tech­nik­mu­se­um ange­kom­men waren, beka­men wir klei­ne Ein­tritts­kar­ten von Frau Koch und schlos­sen unse­re Jacken in einem Kas­ten ein. Danach gin­gen wir in die Druck­werk­statt. Dort lern­ten wir Herrn Krä­mer ken­nen. Er erklär­te uns, wie man mit Let­tern druckt. Am schwie­rigs­ten war es, dass wir die Let­tern spie­gel­ver­kehrt set­zen muss­ten und dass die Let­tern nicht sor­tiert in den Setz­käs­ten lagen. So muss­ten wir ganz schön suchen. Gedruckt haben wir unse­re Elf­chen, die wir im Deutsch­un­ter­richt geschrie­ben hat­ten. Das sind klei­ne Gedich­te, die aus elf Wör­tern bestehen und eine Tätig­keit oder einen Gegen­stand beschrei­ben. Nach dem Set­zen kon­trol­lier­ten wir mit Hil­fe eines Spie­gels, ob wir die Let­tern rich­tig gesetzt hat­ten. Dann zogen wir uns Schür­zen an. Mit einer Wal­ze roll­ten wir durch Dru­cker­schwär­ze und dann über die Let­tern. Danach leg­ten wir ein A3-Blatt, eine Filz­mat­te und eine Papp­plat­te auf die Let­tern. Zum Schluss zogen wir mit einer Dru­cker­wal­ze kräf­tig über die Druck­vor­la­ge, nah­men die bedruck­ten Blät­ter vor­sich­tig her­un­ter und leg­ten sie zum Trock­nen ab. Es kamen vie­le schö­ne Exem­pla­re raus.

Auf dem Rück­weg mach­ten wir Stopp am Alex. Wir sind in vie­le Läden gegan­gen. 14:45 Uhr tra­fen wir uns an unse­rem Treff­punkt im Bahn­hof und war­te­ten auf den Zug. Er kam und wir freu­ten uns alle auf zu Hau­se.

Im Tech­nik­mu­se­um hat es uns gut gefal­len. Das Dru­cken mit beweg­li­chen Let­tern hat Spaß gemacht. Wir fan­den es gut, dass jeder etwas Schö­nes geschaf­fen hat. Herr Krä­mer hat alles per­fek­tio­niert, war manch­mal aber etwas unge­dul­dig mit uns und hat
zu viel gere­det, fan­den wir. Dass Frau Koch so schnell „gerannt“ ist, fan­den die Mäd­chen auch ganz schön stres­sig 😉
Dafür konn­ten wir dann auf dem Alex schön bum­meln und shop­pen gehen und natür­lich den gro­ßen Hun­ger stil­len…

Die Klas­se 7

 

 

Die Abschlusszeugnisse…

… wur­den den Zehnt­kläss­lern der Ober­schu­le Brie­sen am 28.6.2014 fei­er­lich im Bür­ger­haus Ber­ken­brück über­ge­ben.

Ein­ge­lei­tet mit einer halb­stün­di­gen Foto­show, die einen Rück­blick auf in vier Jah­ren gemein­sam Erleb­tes bot, musi­ka­lisch umrahmt von Julia, Jim­my und Phil­lip sowie der Klas­sen­lei­te­rin, die ein Klas­sen­lied für sämt­li­che Schü­ler zum Mit­rät­seln und -sin­gen schmet­ter­te, ergrif­fen die Schul­lei­te­rin, der Geschäfts­füh­rer, Frau Stand­hardt, die Klas­sen­lei­te­rin, eine Ver­tre­te­rin der Eltern und Julia als Schü­ler­spre­che­rin das Wort. Sie doku­men­tier­ten ein­dring­lich, dass sich alle Mühen wirk­lich gelohnt haben und sich der Ein­satz – ob lokal­po­li­tisch, finan­zi­ell, per­so­nell – nie­der­schlägt in Schü­lern, die sich sehen las­sen kön­nen.

Vor etwa 70 Gäs­ten – Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen, Freun­den, Leh­rern, den schon genann­ten Ver­tre­tern des Schul­trä­gers und der Kom­mu­ne, Frau Moser vom evan­ge­li­schen Kir­chen­kreis sowie unse­rer enga­gier­ten Pro­jekt­be­treue­rin Katar­zy­na Klonow­s­ka – erhiel­ten 21 Schü­le­rin­nen und Schü­ler ihre Abschluss­zeug­nis­se. Die­se kön­nen sich wahr­lich sehen las­sen: 10 Schü­le­rin­nen und Schü­ler erhiel­ten die Fach­ober­schul­rei­fe mit der Berech­ti­gung zum Besuch der gym­na­sia­len Ober­stu­fe, 6 die Fach­ober­schul­rei­fe und 5 Schü­ler die erwei­ter­te Berufs­bil­dungs­rei­fe. Im Ver­gleich mit den Schu­len des Land­krei­ses lie­gen wir mit die­sem Ergeb­nis weit oben.

Erfreu­lich ist auch, dass die meis­ten bereits eine Lehr­stel­le, einen Platz an einem Ober­stu­fen­zen­trum oder einer ande­ren wei­ter­füh­ren­den Schu­le haben. So wol­len 6 Schü­le­rin­nen und Schü­ler in Palm­ni­cken das Abitur ange­hen und in See­low 3 Schü­ler zum Land­wirt aus­ge­bil­det wer­den. Eine Schü­le­rin will Erzie­he­rin wer­den, zwei wei­te­re eine Aus­bil­dung zum Sozi­al­as­sis­ten­ten machen. Zwei Schü­ler wol­len Kran­ken- bzw. Hei­ler­zie­hungs­pfle­ger wer­den, zwei Gerüst­bau­er, einer wird bei Vat­ten­fall anfan­gen. Eine Schü­le­rin wird zur zahn­me­di­zi­ni­schen Fach­an­ge­stell­ten aus­ge­bil­det – bei der Bun­des­wehr.

Unse­re Schul­lei­te­rin, Frau Dr. Cyn­thia Wer­ner, sprach uns Leh­rern und sicher auch den Eltern in ihrer Rede zur Zeug­nis­über­ga­be aus dem Her­zen:

Wir sind sehr, sehr stolz auf Euch! … Dem ‚welt­be­kann­ten’ Jahr­gang 10 wün­sche ich viel Erfolg auf Euren wei­te­ren Wegen; mögen Eure Pfa­de mit fort­wäh­ren­der Freu­de, bedeu­ten­den Erfah­run­gen sowie mit Lie­be und Weis­heit gepflas­tert sein!“

Kath­rin Koch, Klas­sen­lei­te­rin Klas­se 10