Politik „live” – Klasse 10 im Bundestag

Echt? Muss das sein?”
Am Anfang war nie­mand in der Zehn­ten sehr begeis­tert, dass wir einen unse­rer letz­ten Exkur­si­ons­ta­ge an der Ober­schu­le Brie­sen aus­ge­rech­net im Bun­des­tag ver­brin­gen soll­ten. Auch ein gan­zer(!) Pro­jekt­tag zur Vor­be­rei­tung erschien den meis­ten von uns völ­lig über­flüs­sig. Aber hier beka­men wir zumin­dest schon mal eine Idee davon, was für ein umfang­rei­ches Pro­gramm uns das Büro des für unser Schul­ge­biet zustän­di­gen Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Mar­tin Pat­z­elt, CDU, alles vor­be­rei­tet hat­te: Besuch einer Ple­nar­de­bat­te, Besich­ti­gung der Reichs­tags­kup­pel und der dor­ti­gen Aus­stel­lung, Gespräch mit Mar­tin Pat­z­elt per­sön­lich und ein Besuch im Abgeordnetenhaus.

Am 19. Dezem­ber 2019, zwei Tage vor den Weih­nachts­fe­ri­en, war es dann soweit. Mit unse­rer Klas­sen­lei­te­rin Frau Schmidt, unse­rem Geschichts­leh­rer Herrn Sahin und einer beglei­ten­den Mut­ter ging es los zum Bun­des­tag nach Berlin.

Nach einer ein­stün­di­gen Zug­fahrt kamen wir am Ber­li­ner Haupt­bahn­hof an. Von dort muss­ten wir nur noch zehn Minu­ten lau­fen. Vor dem Reichs­tags­ge­bäu­de hieß es dann: War­ten, war­ten und noch­mal war­ten. Denn um in den Bun­des­tag zu gelan­gen, muss­ten wir unzäh­li­ge Sicher­heits­kon­trol­len durch­lau­fen, jeder - egal ob Leh­rer oder Schü­ler - wur­de ein­zeln wie am Flug­ha­fen gecheckt. Sogar aus­wei­sen muss­ten wir uns! Dann end­lich: Mit dem Fahr­stuhl ging es in den ers­ten Stock zur Besu­cher­tri­bü­ne. Ein Saal­die­ner nahm unse­re Grup­pe in Emp­fang und wies uns ein: Kei­ne Han­dys, kei­ne lau­ten Gesprä­che, kein Auf­ste­hen - und kein Einschlafen…

Auf der Empo­re konn­ten wir 45 Minu­ten zuschau­en, wie die Abge­ord­ne­ten unten im Par­la­ment arbei­te­ten: Ins­ge­samt 9 Par­la­men­ta­rie­rin­nen und Par­la­men­ta­ri­er spra­chen zu einer Beschlus­s­in­itia­ti­ve zum The­ma inne­re Sicher­heit. Es war sehr über­ra­schend zu sehen, wie unter­schied­lich die Poli­ti­ker rede­ten: Mal abge­le­sen, mal frei, mal eher ermü­dend, mal mit­rei­ßend. Die meis­ten von uns waren des­halb völ­lig über­rascht, dass uns „unser” Saal­die­ner so „schnell” wie­der hin­aus­ge­lei­te­te. (Spä­ter haben wir im Bun­des­tag-TV über­prüft, ob wir auch zu sehen waren. Ja! Dank des gut erkenn­ba­ren blau­en Hemds von Herrn Sahin konn­ten wir unse­re Klas­se zwei­fels­frei identifizieren!)

Lei­der waren wir bei der nament­li­chen Abstim­mung über die Beschluss­vor­la­ge nicht mehr im Ple­num. Das mach­te aber nichts, da wir im Anschluss dar­an das Gespräch mit Herrn Pat­z­elt hat­ten: Die­ser muss­te uns nach einer kur­zen Begrü­ßung wie­der kurz ver­las­sen, weil er abstim­men gehen muss­te. So konn­te er uns das Ergeb­nis danach „brand­ak­tu­ell” mit­tei­len - und auch, dass Abge­ord­ne­te eine Geld­stra­fe zah­len müs­sen, wenn sie zu Abstim­mun­gen nicht erscheinen.

Herr Pat­z­elt hat­te fast eine Drei­vier­tel­stun­de Zeit für uns und beant­wor­te­te unse­re vie­len Fra­gen sehr enga­giert. Vor allem eines hat er dabei immer wie­der betont: „Denkt immer dar­an, dass das [der Bun­des­tag] unser Haus ist. Und alle hier, wir Abge­ord­ne­ten und auch die Regie­rung, sogar Frau Mer­kel, sind unse­re Ange­stell­ten! Unser Land leis­tet sich so ein wun­der­schö­nes Par­la­ment und die­se gan­zen präch­ti­gen Regie­rungs­bau­ten. Aber die sind nicht für die Poli­ti­ke­rin­nen und die Poli­ti­ker da - son­dern für uns alle! Auch für Euch!” Zum Abschluss kam sogar eine Bun­des­tags­fo­to­gra­fin vor­bei, um ein Erin­ne­rungs­fo­to für uns zu schießen.

Danach hat­ten wir die Mög­lich­keit, zur Glas­kup­pel des Reichs­tags­ge­bäu­des hin­auf­zu­stei­gen. Die Aus­sicht von ganz oben war ziem­lich beein­dru­ckend. Die futu­ris­ti­sche Spie­gel­kon­struk­ti­on, die die Kup­pel trägt, haben wir dann auch gleich für ein letz­tes Klas­sen­fo­to genutzt. (Dan­ke Angelina!)

Nach­dem alle den Aus­blick bewun­dert hat­ten, gin­gen wir - end­lich - in der Cafe­te­ria etwas essen. Eini­ge von uns hat­ten ganz schön Pech, weil sie zu wenig Pro­vi­ant mit­ge­nom­men hat­ten und es im Bun­des­tag außer einem Fein­schme­cker-Imbiss kei­nen Laden oder Ähn­li­ches gibt.

Die Besu­cher-Cafe­te­ria des Bun­des­tags liegt in einem der Abge­ord­ne­ten-Häu­ser. Das sind die Gebäu­de, in denen die Par­la­men­ta­rie­rin­nen und Par­la­men­ta­ri­er ihre Büros haben. Hier war es dann wie­der soweit: Secu­ri­ty-Check.…! Und dies­mal wur­den wir noch sorg­fäl­ti­ger durch­ge­prüft als im Reichs­tags­ge­bäu­de. Plötz­lich wur­de aus jeder Nagel­sche­re (ja, Pia) oder den Trink­fla­schen aus Glas ein „ernst­haf­tes Sicher­heits­ri­si­ko”… Alle die­se „Waf­fen” wur­den uns abge­nom­men und wir konn­ten sie erst nach dem Mit­tag­essen wie­der abholen.

Das Essen war zwar nichts Beson­de­res (ganz nor­ma­les Kan­ti­nen-Essen), aber die Cafe­te­ria lag genau über dem Spree-Ufer. Wäh­rend des Essens konn­ten wir also in Ruhe quat­schen und gleich­zei­tig das Abend­rot auf der Spree beob­ach­ten. Sehr schön!

Den Rück­weg zum Zug muss­ten wir uns dann ziem­lich beei­len, weil das Abho­len der abge­nom­me­nen Fla­schen und Sche­ren län­ger dau­er­te als erwar­tet. Aber wir haben den Zug noch gut erreicht – und vie­le von uns waren froh, end­lich etwas ver­schnau­fen zu können.

Frau Schmidt
Klas­sen­lei­te­rin 10 
Leo­nie M.
Klas­se 10

Achtklässler zu Besuch bei GOLEM in Sieversdorf

Am 16. Dezem­ber 2019 besuch­ten wir mit unse­rem Klas­sen­lei­ter, Herrn Sahin, unse­rer Kunst­leh­re­rin, Frau Beeck und Frau Koch auf Ein­la­dung der Geschäfts­füh­re­rin, Frau Fried­rich, für einen Vor­mit­tag die GOLEM Kunst- und Bau­ke­ra­mik GmbH in Sie­vers­dorf. Das ist eine nur ein paar Kilo­me­ter von unse­rer Schu­le ent­fernt ansäs­si­ge Manu­fak­tur, in der vor allem Flie­sen in Hand­ar­beit her­ge­stellt, gestal­tet und bemalt werden.

Nach der herz­li­chen Begrü­ßung von Frau Fried­rich wur­de unse­re Klas­se in zwei Grup­pen geteilt. Die­sen wur­den ver­schie­de­ne Berei­che der Fir­ma gezeigt, wobei die ers­te Grup­pe zunächst unter der Anlei­tung eini­ger Mit­ar­bei­ter sowie unse­rer Kunst­leh­re­rin Figu­ren aus Ton sowie Ton­plat­ten mit Struk­tu­ren gestal­ten durfte.

Die zwei­te Grup­pe bekam von Julia­ne Chwa­lisz eine span­nen­de Füh­rung durch die Fir­ma. Wir waren sehr beein­druckt von der Mühe und den vie­len Arbeits­schrit­ten, bis eine Flie­se fer­tig ist. Kaum vor­stell­bar für uns war es, wie gedul­dig man zum Bei­spiel im Labor manch­mal über 100 Ver­su­che durch­füh­ren muss, bis man den rich­ti­gen Farb­ton einer denk­mal­ge­recht her­zu­stel­len­den Flie­se her­aus­be­kommt. Das wur­de uns anhand meh­re­rer Pro­ben von Ber­na­det­te Rich­ter gezeigt. Was uns immer wie­der auf­fiel, war die Begeis­te­rung der Mit­ar­bei­ter GOLEMS für ihren Beruf. Egal, wen man etwas frag­te, man bekam mit einem Lächeln eine aus­führ­li­che, sach­kun­di­ge Ant­wort, die zeig­te, dass man mit dem, was man dort her­stellt, sehr ver­bun­den ist. Nach der Füh­rung durf­te die zwei­te Grup­pe Wand­flie­sen gestal­ten. Mit fach­kun­di­ger und sehr lie­ben­wür­di­ger, auf­mun­tern­der Unter­stüt­zung der Mit­ar­bei­te­rin­nen Vio­la Kai­ser und Mar­ti­na Teder­ahn sowie des Aus­zu­bil­den­den Luca Froh­loff, die sonst die Flie­sen bema­len, gelang es uns, mit einem Mal­hörn­chen Far­ben auf­zu­tra­gen, wobei uns die unge­brann­ten Far­ben ziem­lich ver­wirr­ten. So war grün das spä­te­re Rot, das spä­te­re Grün aber tief­rot. Eini­ge von uns hat­ten ein so gutes Fin­ger­spit­zen­ge­fühl, dass sie ein gro­ßes Lob von den Pro­fis erhiel­ten. Danach tausch­ten wir die Gruppen.

Unse­rer Klas­se hat der Vor­mit­tag bei GOLEM rich­tig gut gefal­len und wir füh­len uns sehr geehrt, dass wir ein­mal in die Fir­ma hin­ein­schnup­pern durf­ten. Eini­ge von uns wür­den zum Zukunfts­tag oder im Schü­ler­be­triebs­prak­ti­kum in Klas­se 9 ger­ne wiederkommen.

Im Namen der Klas­se 8 bedan­ken wir uns recht herz­lich bei allen Mit­ar­bei­tern von GOLEM, die uns die­sen inter­es­san­ten und krea­ti­ven Besuch ermög­licht haben.

Meli­na, Phil­lis und Emma
Klas­se 8

Und von diesem Zeitpunkt an wissen wir nichts mehr von ihr!“

Unsere Klasse 10 auf einer schwierigen Exkursion nach Fürstenwalde

Das ist ja krass!“ und „Habe ich so nicht gewusst“ – so oder ähn­lich ent­fährt es jeder Schü­le­rin oder jedem Schü­ler der 10. Klas­se der Ober­schu­le Brie­sen min­des­tens ein­mal an die­sem Schul­tag. Die Klas­se ist am 27. Novem­ber 2019 in Fürs­ten­wal­de unter­wegs, aber unter der Füh­rung von Chris­ti­an Köcke­ritz und Gui­do Stroh­feldt vom Muse­um Fürs­ten­wal­de und der Gesamt­pro­jekt­lei­tung von Gabi Moser, Jugend­so­zi­al­ar­bei­te­rin der Evan­ge­li­schen Jugend, ent­wi­ckelt sich der Besuch zu einem Blick in die Abgrün­de der Stadtgeschichte. 
Die eine Hälf­te der Klas­se besucht die Sama­ri­ter-Anstal­ten und blickt in ein dunk­les Kapi­tel ihrer Geschich­te: Wel­che Rol­le spiel­te die Ein­rich­tung wäh­rend der NS-Zeit? Mit­ten in den heu­te so modern wir­ken­den Räu­men geht es für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler zurück in eine Zeit, in der NS-Ärz­te zwi­schen „lebens­wer­tem“ und „nicht-lebens­wer­tem“ Leben unter­schie­den und die als min­der­wer­tig ange­se­he­nen Behin­der­ten wis­sent­lich dem Tod aus­lie­fer­ten. „Eutha­na­sie-Mor­de“ ist das Wort, das die Jugend­li­chen spä­ter in einer span­nen­den Grup­pen­ar­beit begrei­fen und anhand von bewe­gen­den Schick­sa­len nachzeichnen.
Wäh­rend­des­sen wan­dert die ande­re Hälf­te der Klas­se die Eisen­bahn­stra­ße ent­lang, aber nicht zum Shop­pen, son­dern mit dem Blick zum Boden: Gesucht wer­den die „Stol­per­stei­ne“, jene Denk­mä­ler für Fürs­ten­wal­der Bür­ger, die wäh­rend der NS-Zeit wegen ihres jüdi­schen Glau­bens schi­ka­niert, depor­tiert oder in den Tod getrie­ben wur­den. „Ich ken­ne die­se Stra­ße, aber das wuss­te ich nicht!“, sagt spä­ter ein ganz betrof­fe­ner Schü­ler. Vor allem die vie­len Infor­ma­tio­nen zu den Ein­zel­schick­sa­len, die hin­ter den schlich­ten Stei­nen ste­cken, machen die Jugend­li­chen betrof­fen. Die wohl­ha­ben­de jüdi­sche Geschäfts­frau, die - gezwun­ge­ner Maßen - ihre Ver­mö­gens­auf­lis­tung unter­schreibt und dann, nur ein paar Tage spä­ter, depor­tiert wird. Schick­sal: unbe­kannt. Oder die jüdi­sche Senio­rin, die nach einem harm­lo­sen Sturz kei­ne medi­zi­ni­sche Hil­fe bekommt: Eine Ver­wal­tungs­vor­schrift der Nazis legt das 1938 fest. Fol­ge: Tod, ihr Ehe­mann wird kurz dar­auf deportiert.
Es sind die Ein­zel­schick­sa­le, die die Schü­ler berüh­ren. Plötz­lich ver­wan­delt sich die „gro­ße“ Geschich­te, wie sie im Unter­richt erscheint oder in Büchern steht, in vie­le klei­ne Geschich­ten von ganz nor­ma­len Men­schen. Und plötz­lich geht es auch nicht mehr um Reichs­tag, Füh­rer­haupt­quar­tier oder Ausch­witz, son­dern um Orte mit­ten in Fürs­ten­wal­de. „Das ist ja krass!“

Frau Schmidt
Klas­sen­lei­te­rin der Klas­se 10

PS: Am 3. Dezem­ber 2019 neh­men eini­ge Zehnt­kläss­ler mit ihrem Geschichts­leh­rer, Herrn Sahin, an der Ver­le­gung neu­er Stol­per­stei­ne in Fürs­ten­wal­de teil

Exkursion zur Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasiemorde in Brandenburg

Im Rah­men des Geschichts­un­ter­richts des Jahr­gangs 10 unter­nah­men 13 Schü­le­rin­nen und Schü­ler am 8. Mai 2019 eine Exkur­si­on zur Gedenk­stät­te für die Opfer der Eutha­na­sie­mor­de in Bran­den­burg an der Havel.

Dort ange­kom­men gab uns Herr Marx, ein His­to­ri­ker, anhand der Aus­stel­lung Ein­bli­cke in die schreck­li­chen Ver­bre­chen der Nazis, die dort – mit­ten in der Stadt!!! - gesche­hen sind: In der „Eutha­na­sie-Anstalt“ in Bran­den­burg, einem ehe­ma­li­gen Zucht­haus,  wur­den von Juni bis Okto­ber 1940 über 9000 Men­schen, die man aus psych­ia­tri­schen Kran­ken­häu­sern des gesam­ten nord- und mit­tel­deut­schen Raums in Bus­sen her­bei­schaff­te, umge­bracht, auch klei­ne Kin­der. Beson­ders ent­setzt waren wir dar­über, dass selbst Kin­der soge­nann­ter „Aso­zia­ler“ und Alko­ho­li­ker ver­gast wur­den, weil die NS-Ideo­lo­gie davon aus­ging, dass die­se kei­nen Wert für die natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Gesell­schaft haben. Außer­dem erfuh­ren wir, dass in Bran­den­burg ers­te „Pro­be­ver­ga­sun­gen“ psy­chisch Kran­ker und Behin­der­ter durch­ge­führt wur­den, was  in den Ver­nich­tungs­la­gern spä­ter per­fek­tio­niert wurde.

Danach durf­ten wir uns anhand von his­to­ri­schen Doku­men­ten selbst eine Mei­nung bil­den und ver­schie­de­ne Fra­gen zur The­ma­tik beant­wor­ten. Beson­ders die Fra­ge nach der Ver­ant­wor­tung und auch Zivil­cou­ra­ge der Täter beschäf­tig­te uns dabei. Wir fan­den her­aus, dass die wenigs­ten per­sön­li­che Kon­se­quen­zen erdul­den muss­ten, wenn sie sich nicht (mehr) an der Tötung soge­nann­ten „lebens­un­wer­ten Lebens“ betei­li­gen woll­ten. Im Gegen­teil – die meis­ten stan­den mit vol­ler Über­zeu­gung hin­ter ihren Taten.

Alles in allem war es ein infor­ma­ti­ver und trotz des nicht leicht ver­dau­li­chen The­mas schö­ner Tag. Ein gro­ßer Dank gilt Frau Koch und Herrn Sahin, weil sie uns beglei­tet haben, der Gedenk­stät­te, dass sie extra für uns geöff­net hat und Herrn Marx, der uns die­ses dunk­le Kapi­tel des Natio­nal­so­zia­lis­mus auf eine Art und Wei­se nahe­ge­bracht hat, die man sicher nicht oft findet.

Felix, Klas­se 10
Frau Koch, Geschichtslehrerin

Hat Shakespeare das echt so geschrieben?“

Vier jun­ge Schau­spie­ler, eine win­zi­ge Büh­ne und zwei Schul­klas­sen, die Trä­nen gelacht haben. Die Thea­ter­fahrt am 22. Mai 2019 nach Frank­furt zu „Ein Som­mer­nachts­traum“ von Wil­liam Shakespeare.

Wie sieht denn das aus?“, lau­te­te der ers­te Kom­men­tar einer Schü­le­rin, als sie den Auf­füh­rungs­ort im Kleist­fo­rum in Frank­furt betritt: Statt zu einer her­kömm­li­chen Thea­ter­büh­ne wer­den die Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf die Stu­dio­büh­ne geführt. Hier haben die vier Schau­spie­ler des Deut­schen Schau­Spiel­Hau­ses Ham­burg eine von allen vier Sei­ten ein­seh­ba­re Pla­teau-Büh­ne auf­ge­baut. Das Publi­kum sitzt – anfangs ziem­lich ver­wun­dert - außen um das win­zi­ge Spiel-Pla­teau herum.

Aber die Irri­ta­ti­on weicht schnell einer gro­ßen Begeis­te­rung: Dem jun­ge Ensem­ble aus Ham­burg gelingt es meis­ter­haft, uns auf der unkon­ven­tio­nel­len Büh­ne in den Shake­speare-Stoff hin­ein­zu­zie­hen. Mit viel Witz, Krea­ti­vi­tät und Tem­po sprin­gen, hüp­fen und kalau­ern sich die vier Schau­spie­ler auf ihrer win­zi­gen Spiel­flä­che durch über 20 Rol­len. Sie geben der kom­pli­zier­ten und zugleich tief­grün­di­gen Ver­wechs­lungs­ko­mö­die einen moder­nen Anstrich.

Selbst ein offen­sicht­li­cher Büh­nen­un­fall (eine Bier­fla­sche fällt von der Büh­ne und zer­bricht im Zuschau­er­raum) und ein Sturz (einer der Schau­spie­ler pur­zelt beim Auf­tritt über einen Klapp­stuhl) kann das Ensem­ble in sei­ner Spiel­lust nicht bremsen.

Die Siebt- und Neunt­kläss­ler las­sen sich von dem Tem­po und dem Enga­ge­ment der Schau­spie­ler nur zu ger­ne anste­cken: Sie spen­den am Ende tosen­den Applaus. Allen­falls die Rol­le des Kobolds „Puck“ sorgt bei eini­gen Schü­lern für vor­über­ge­hen­den Unmut: Statt eines ver­schmitzt-schalk­haf­ten Winz­lings stel­len die Ham­bur­ger Schau­spie­ler die Figur als ani­ma­lisch-aggres­si­ves Cha­os-Quar­tett dar, das die Lie­bes­trank-Ver­wir­rung der drei Lie­bes­paa­re wie im Rausch anzet­telt und dann wie­der rück­gän­gig machen muss. „Hat Shake­speare das wirk­lich so geschrie­ben?“, lau­tet des­halb eine Fra­ge nach der Vorstellung.

Ja, hat er. Denn als ech­ter Büh­nen­dich­ter wuss­te kei­ner so gut wie Wil­liam Shake­speare, dass auf dem Thea­ter alles mög­lich und mög­lichst alles mit schau­spie­le­ri­schen Mit­teln dar­zu­stel­len ist.

Frau Schmidt, Deutschlehrerin

Das Herz eines Boxers“ - Theaterbesuch im Kleistforum

Am 20. Febru­ar 2019 fuhr unse­re 8. Klas­se mit Frau Klo­se und mir nach Frank­furt (Oder) ins Thea­ter. Im Kleist­fo­rum gaben die Ucker­mär­ki­schen Büh­nen Schwedt ein Gast­spiel des Stü­ckes „Das Herz eines Boxers“:

Der 16-jäh­ri­ge Jojo muss in einem Alters­heim Sozi­al­stun­den ableis­ten und Wän­de strei­chen, weil er aus falsch ver­stan­de­ner Loya­li­tät einen Moped-dieb­stahl auf sei­ne Kap­pe genom­men hat. Im Alters­heim trifft er auf den alten, ehe­mals berühm­ten Boxer Leo, der zunächst nur im Roll­stuhl sitzt, nicht redet und auf nichts reagiert. Nach und nach ler­nen sich die bei­den ken­nen und ach­ten, unter­stüt­zen sich gegen­sei­tig, über­neh­men Ver­ant-wor­tung für­ein­an­der. Leo, indem er die guten Sei­ten Jojos und des­sen Selbst-bewusst­sein stärkt, Jojo, indem er Leo sehr krea­tiv hilft, aus dem Heim abzu­hau­en und sei­nen Traum zu verwirklichen.

Auch wenn eini­ge Acht­kläss­ler im Vor­feld – genau wie Jojo am Anfang des Stü­ckes – genervt auf­tra­ten und ihren Unwil­len, ins Thea­ter gehen zu m ü s s e n, aus­drück­ten, konn­ten Frau Klo­se und ich beob­ach­ten, dass alle sich im Thea­ter vor­bild­lich ver­hiel­ten, wie alte Thea­ter­gän­ger wirk­ten und durch­aus Freu­de und sogar Spaß an der Insze­nie­rung hat­ten. Wir bei­de wür­den jeden­falls ger­ne wie­der mit ihnen ins Thea­ter gehen 😉

Frau Koch, Deutsch­leh­re­rin, in Ver­tre­tung für Frau Schmidt
Illus­tra­ti­on: Rachel, Klas­se 8

 

 

Besuch der IFA in Berlin

Am 5. Sep­tem­ber 2018 besuch­ten die Neunt- und Zehnt­kläss­ler der Ober­schu­le Brie­sen die Inter­na­tio­na­le Funk­aus­stel­lung (IFA) in Berlin.

Um 8:11 Uhr ging es in Brie­sen los. Mit dem RE fuh­ren wir erst ein­mal zum Bahn­hof Zoo. Dort woll­ten wir in die S-Bahn umstei­gen und bis zur Mes­se fah­ren. Als wir auf den Bahn­steig kamen, stand die S-Bahn schon da. Wie zu erwar­ten, schaff­ten wir es nicht und die Türen gin­gen zu. Das Pro­blem war: Ein Schü­ler war schon drin­nen und fuhr davon. Zum Glück fuh­ren die Bah­nen alle 2 Minu­ten und der Ver­lo­ren­ge­gan­ge­ne war­te­te am nächs­ten Halt auf uns.

Als wir auf dem Mes­se­ge­län­de ange­kom­men waren, beka­men wir unse­re Ein­tritts­kar­ten und wur­den von unse­rer Aus­stel­lungs­be­treue­rin begrüßt.

Die ers­te Sta­ti­on unse­rer Füh­rung war die Hal­le der ARD. Dort wur­de uns unter ande­rem eine Tech­nik erklärt, mit der man über eine App inter­ak­tiv am Fern­seh­pro­gramm teil­neh­men kann. So kann man z.B. bei Sport­sen­dun­gen die Ansicht wech­seln oder bei Quiz­shows mitraten. 
Als nächs­tes ging es zu Micro­soft. Dort gab es natür­lich jede Men­ge Com­pu­ter. Aber auch aus­ge­fal­le­ne Tech­nik, wie z.B. ein Con­trol­ler für Men­schen mit Behin­de­rung, war zu finden. 
Nach­dem die Füh­rung zu Ende war, durf­ten wir uns frei auf dem Gelän­de bewe­gen. Wir Jungs rann­ten natür­lich sofort in den Bereich für Unter­hal­tungs­elek­tro­nik, sprich Gaming-Equip­ment. Da gab es mil­li­me­ter­dün­ne Note­books, tau­sen­de Euro teu­re Gra­fik­kar­ten und PCs mit drei Moni­to­ren. Für uns Jungs also das reins­te Para­dies. Im Vor­bei­ge­hen sahen wir auch jede Men­ge ver­rück­tes Zeug, wie z.B. Kühl­schrän­ke, die Musik spie­len, wenn man sie öffnet.

Als es Zeit wur­de, sich zum ver­ein­bar­ten Treff­punkt auf­zu­ma­chen, merk­ten wir, wie groß das Mes­se­ge­län­de eigent­lich war. Eini­ge lie­fen näm­lich zwei­mal im Kreis, bis sie den Weg zum Aus­gang fan­den. Trotz alle­dem waren alle pünkt­lich am Treff­punkt, was bei uns durch­aus nicht selbst­ver­ständ­lich ist. Die Rück­fahrt ver­lief ohne Zwi­schen­fäl­le, sodass wir pünkt­lich um 15:00 Uhr in Brie­sen ankamen.

Wir fan­den den Tag sehr inter­es­sant und bedan­ken uns bei unse­ren Klas­sen­leh­rern, dass wir die­se Exkur­si­on gemacht haben.

Mat­ti, Klas­se 9

Exkursion der Siebtklässler in den Heimattiergarten

Gleich in der ers­ten Schul­wo­che nach den Som­mer­fe­ri­en besuch­te die 7. Klas­se am 23. August 2018 den Hei­mat­tier­gar­ten in Fürstenwalde.

Dort erwar­te­te uns Frau Dre­witz und gab uns inter­es­san­te Infor­ma­tio­nen über Tie­re, vor allem die Eulen und Uhus, aber auch Ponys, Zie­gen, Esel, Enten, Otter usw. Nach einer klei­nen Füh­rung gin­gen wir in die Zoo­schu­le und lern­ten dort, wie es ist, ein Tier­pfle­ger zu sein. Wir durf­ten sehr vie­le Fra­gen zur Arbeit von Frau Dre­witz und den ver­schie­dens­ten Tie­ren stel­len. Des­halb hat es uns dort am meis­ten gefallen.

Ein gro­ßes Dan­ke­schön an Herrn Bey­er, dass er das alles orga­ni­siert hat und auch ein Dan­ke­schön an Frau Dre­witz für die Füh­rung durch den Heimattiergarten.

Gali­na & Jason, Klas­se 7

ABCDa­ri­um zum Heimattiergarten

Ausflug
Berufs­ori­en­tie­rung
Coole Tie­re
Danke an Herrn Beyer
Eulen, Esel und noch mehr
Frau Dre­witz, Fürs­ten­wal­de
Ganz viel gehen
Heimat­tier­gar­ten
INISEK 1
J
Klas­se 7
Lernen vor Ort
Mit viel Spaß
Neue FAW-T-Shirts
Otter­fa­mi­lie
Ponys strei­cheln
Quat­schen war nur lei­se erlaubt
Ruck­sä­cke, Raub­vö­gel
S Schie­nen­er­satz­ver­kehr und sonni­ges Wetter
Tier­pfle­ger als Beruf vorgestellt
Uhus
Viele Fra­gen
WAT mal unterwegs
X
Y
Zooschu­le

Tagesausflüge als Klassenfahrtersatz in Klasse 7

Mit unse­rer Klas­se 7 konn­te in die­sem Schul­jahr kei­ne Klas­sen­fahrt durch­ge­führt wer­den. Um unse­ren Schü­lern einen Ersatz zu bie­ten, wur­de zum Schul­jah­res-beginn mit den betref­fen­den Schü­lern und deren Eltern beschlos­sen, dass sich die Klas­se 7 statt­des­sen vor den Som­mer­fe­ri­en 2018 eini­ge schö­ne Tage im Klas­sen­ver­band gön­nen darf.

Gemein­sam sam­mel­ten die Schü­ler Ideen für Tages­aus­flü­ge in die nähe­re Umge­bung. Demo­kra­tisch wur­den durch eine gehei­me „Brief­wahl“ schnell die abso­lu­ten Favo­ri­ten bestimmt. Und so ging die Klas­se mit ihrer Klas­sen­lei­te­rin Frau Fröh­lich und jeweils einer zwei­ten Auf­sichts­per­son – ganz lie­ben Dank an die betei­lig­ten Eltern und Leh­rer – zum Ende des Schul­jah­res 2017/18 mehr­mals auf Tour.

Beson­ders begeis­tert waren die Schü­ler von ihrem Besuch im Jum­phouse Ber­lin, sehr gro­ßen Anklang fand hier­bei auch die School­Jump-Anlei­tung durch den Betreu­er Ali. Aber auch die Gru­sel­at­ta­cken im Ber­lin Dun­ge­on fan­den krei­schen­de Zustimmung.

Auf einer sehr ent­spann­ten Shop­ping­tour ins Stadt­zen­trum von Frank­furt (Oder) konn­ten sich dann spe­zi­ell die Mäd­chen noch mit der einen oder ande­ren aktu­el­len Bade­mo­de für ihren abschlie­ßen­den Besuch im Fürs­ten­wal­der Schwapp ein­de­cken, wel­cher einen gelun­ge­nen Abschluss die­ser team-zusam­men­schwei­ßen­den Tages­aus­flü­ge darstellte.

Vor der Aus­ga­be der Jah­res­end­zeug­nis­se genießt die Klas­se dann noch ein gemein­sa­mes Früh­stück, zu dem jeder Schü­ler Lebens­mit­tel bei­steu­ert, und star­tet dann mit gro­ßen Schrit­ten in die ver­dien­ten Sommerferien.

Frau Fröh­lich
Klas­sen­lei­te­rin Klas­se 7

P. S. Am 27.06.2018 bas­tel­te die 7. Klas­se die Schul­tü­ten für unse­re nächs­ten Siebt­kläss­ler. Unter­stützt wur­den die Siebt­kläss­ler nicht nur von Frau Fröh­lich, son­dern auch von Frau Mül­ler und Frau Schmidt, unse­rer neu­en Kunstlehrerin.

Exkursion in die Druckwerkstatt des Technikmuseums am 13.06.2018

Mitt­ler­wei­le zum 4. Mal wur­de für eine 7. Klas­se unse­rer Ober­schu­le eine Exkur­si­on zur Druck­werk­statt ins Tech­nik­mu­se­um orga­ni­siert, um vor Ort zu erle­ben, wie eine der wich­tigs­ten Erfin­dun­gen der Mensch­heit funk­tio­niert: der Buch­druck mit beweg­li­chen Let­tern. Die jet­zi­gen Siebt­kläss­ler haben zu die­ser Exkur­si­on gemein­sam mit Frau Koch, ihrer Geschichts­leh­re­rin, ein „ABC-Dari­um” entwickelt.

Auspro­bie­ren des…
Buch­drucks mit beweg­li­chen Let­tern in Berlin
Coole Betreu­ung
Druck­werk­statt des Technikmuseums
Elfchen-Gedich­te set­zen und drucken
Frau Fröh­lich und Frau Koch beglei­ten uns.
Guten­bergs Erfin­dung begreifen
Herr Krä­mer zeigt uns alles und hilft.
In Ber­lin Buch­druck betreiben
Jar nich so ein­fach, wa?!
Konzen­triert bleiben
Lettern aus Stahl
Macht Spaß
Nicht trö­deln
Ordent­lich zuhören
Papier bedru­cken
Quer über die Let­tern rollen
Recht anstren­gend
Suchen der Let­tern, spie­gel­ver­kehrt setzen
Tolle Dru­cke
Unter­richt mal anders
Vielen Dank an Herrn Krämer.
Wir dür­fen unse­re gedruck­ten Gedich­te mitnehmen.
X-belie­big??? - nein ganz individuell!!!
Yaay! End­lich fertig
Zahlen und Buch­sta­ben nicht ver­wech­seln und zum Schluss der Exkur­si­on noch ein biss­chen am Alex bummeln…

Klas­se 7 und Frau Koch
Geschichts­leh­re­rin