Kunstunterricht in Zeiten von Corona

Die Schu­len sind geschlos­sen und unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler befin­den sich im Home­schoo­ling. In die­sen Tagen läuft nicht nur das Freun­de­tref­fen, son­dern auch der Unter­richt digi­tal ab. Da ist es mir als Kunst­leh­re­rin noch wich­ti­ger als sonst, einen Bruch zu schaf­fen. Es ist wich­tig, dass die Jugend­li­chen sich auch mit krea­ti­ven, ana­lo­gen Inhal­ten beschäf­ti­gen und neben sehr viel Theo­rie auch eine abwechs­lungs­rei­che Pra­xis­auf­ga­be erhal­ten.

Ich habe mir für alle Klas­sen­stu­fen Auf­ga­ben aus­ge­dacht, deren Umset­zung in den eige­nen 4 Wän­den ein­fach mög­lich ist, die Schü­le­rin­nen und Schü­ler aber mit einem neu­en und suchen­den Blick durch ihr Heim führt.

Klasse 7: „Geflügelte Freunde”

Die 7. Klas­se war auf der Suche nach neu­en Freun­den, „Geflü­gel­ten Freun­den“, die sie aus schein­bar pro­fa­nen Gegen­stän­den zu etwas ganz Neu­em ver­wan­delt haben. Kunst lebt von Ideen und so gab es kaum Vor­ga­ben und alles war erlaubt. Ich habe mich sehr über die zuge­schick­ten Fotos unse­rer Schü­le­rin­nen und Schü­ler gefreut, denn man sieht den Arbei­ten den Spaß an. Und auch mir haben sie in die­ser unge­wohn­ten Zeit ein Lächeln ins Gesicht gezau­bert.

Klasse 8: „Frottage”

Auf die Suche nach Gegen­stän­den begab sich auch die 8. Klas­se, aller­dings spiel­ten hier die Ober­flä­chen eine grö­ße­re Rol­le. In Wei­ter­füh­rung zu unse­rem The­ma vor der Schul­schlie­ßung bega­ben sich unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler in die Welt von Max Ernst und der Frot­ta­ge.

Klassen 9 und 10: „Kleine Dinge ganz groß“

Wenn man durch Iso­la­ti­on lan­ge an einem Ort aus­hal­ten muss, ver­schie­ben sich viel­leicht eini­ge Wer­te. Plötz­lich krie­gen klei­ne, vor­her ganz unbe­deu­ten­de Din­ge oder Umstän­de einen ganz neu­en Stel­len­wert. „Klei­ne Din­ge ganz groß“ war die Auf­ga­be für die 9. und 10. Klas­se. Unter Berück­sich­ti­gung der Frosch­per­spek­ti­ve soll­ten sie einen klei­nen Gegen­stand so foto­gra­fie­ren, dass er unwirk­lich groß erscheint. Die­se Täu­schung soll­ten sie noch durch ein­ge­zeich­ne­te klei­ne Men­schen unter­stüt­zen.

Frau Beeck
Kunst­leh­re­rin